Juniper EX-Switches im Vergleich: sechs Serien von EX2300 bis EX4650

Welche Juniper-EX-Serie für Zweigstelle, Campus, Verteilung oder Rechenzentrum passt: Ports, Uplinks, PoE und Virtual Chassis im direkten Vergleich. Mit Hinweis zur abgekündigten Serie EX2300.

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Titelgrafik Ratgeber: Juniper EX-Switches im Vergleich

Im Shop führen wir sechs Serien der Juniper-EX-Switches, vom kompakten Zugangs-Switch für die Zweigstelle bis zum Verteilungs-Switch mit 25-GbE- und 100-GbE-Ports. Dieser Ratgeber ordnet die Serien nach Einsatzort, Portausstattung, PoE und Virtual Chassis ein und zeigt, welche Serie Juniper inzwischen abgekündigt hat. Alle Angaben stammen aus den Datenblättern und Spezifikationsseiten von Juniper sowie aus der Juniper-Übersicht zu Abkündigungen der EX-Serie (Stand der Seite: 30.07.2026).

Die sechs Serien im Überblick

Serie Einsatz laut Juniper Zugangsports Uplinks PoE Virtual Chassis Status
EX2300 Einstiegs-Switch für den Zugang in Zweigstelle und Campus 24 oder 48 × 1 GbE, MP-Modelle zusätzlich mit 2,5 GbE 4 × 1/10 GbE SFP+ (EX2300-48MP: 6) PoE+, Budget bis 750 W bis 4 Switches, Lizenz erforderlich abgekündigt
EX3400 Zugang im Campus 24 oder 48 × 1 GbE 4 × 1/10 GbE SFP+ und 2 × 40 GbE QSFP+ PoE+ bis 30 W je Port, Budget bis 1440 W bis 10 Switches keine Abkündigung
EX4000 Zugang in Zweigstelle, Außenstelle und Campus 8 bis 48 × 1 GbE, MP-Modelle zusätzlich mit 2,5 GbE 2 × 1/10 GbE SFP+ und 2 × 10 GbE SFP+ für Virtual Chassis PoE+ oder PoE++ bis 60 W je Port, Budget bis 960 W bis 6 Switches keine Abkündigung
EX4100 Zugang in Campus, Zweigstelle und Rechenzentrum 12 bis 48 × 1 GbE, MP-Modelle zusätzlich mit 2,5 oder 10 GbE EX4100: 4 × 1/10 GbE SFP+ und 4 × 10/25 GbE SFP28 PoE+ bis 30 W, MP-Modelle PoE++ bis 90 W je Port, Budget bis 1620 W bis 10 Switches keine Abkündigung
EX4400 Zugang in Campus, Zweigstelle und Rechenzentrum, EX4400-24X auch Verteilung 24 oder 48 × 1 GbE, Multigigabit bis 10 GbE oder SFP+/SFP 2 × 100 GbE und ein Modulsteckplatz PoE++ bis 90 W je Port, Budget bis 3600 W bis 10 Switches keine Abkündigung
EX4650 Verteilung im Campus, Top-of-Rack im Rechenzentrum 48 × 1/10/25 GbE SFP28 8 × 40/100 GbE QSFP28 kein PoE bis 4 Switches keine Abkündigung

Die PoE-Budgets gelten je nach Modell mit zwei Netzteilen. Das Modell EX4000-8P hat abweichend 2 × 1 GbE RJ45 und 2 × 1/10 GbE SFP+ als Uplinks und ein PoE-Budget von 120 W. Für die kompakten Modelle EX4100-F nennt Juniper kein PoE-Budget.

Zugang in Zweigstelle und Campus: EX4000, EX4100 und EX3400

Die EX4000 beschreibt Juniper als wirtschaftliche Lösung für die Zugangsebene in Zweigstellen und Außenstellen. Die Modelle mit 8 und 12 Ports arbeiten lüfterlos und sind mit 26,4 cm Breite kompakt gebaut. Die Multigigabit-Modelle liefern PoE++ mit bis zu 60 W je Port, bis zu sechs Switches lassen sich als Virtual Chassis verwalten.

Die EX4100 richtet sich an Campus, Zweigstelle und Rechenzentrum. Sie bietet EVPN-VXLAN auf der Zugangsebene, MACsec mit AES256 und PoE++ mit bis zu 90 W je Port bei den Multigigabit-Modellen. Die SFP28-Ports dienen als Virtual-Chassis-Verbindung oder Uplink, bis zu zehn Switches werden als ein Gerät verwaltet. Die Ausführung EX4100-F mit 12, 24 oder 48 Ports hat ein integriertes Netzteil.

Die EX3400 bietet zusätzlich zwei 40-GbE-Uplinks, redundante tauschbare Netzteile bis 920 W und Modelle mit unterschiedlicher Luftstromrichtung. Juniper hat für die Hardware keine Abkündigung veröffentlicht, die frühere Produktseite auf juniper.net ist jedoch nicht mehr erreichbar. Die Lieferbarkeit prüfen wir deshalb je Anfrage.

Hohe PoE-Leistung und Multigigabit: EX4400

Die EX4400 hat das höchste PoE-Budget der sechs Serien: bis zu 3600 W beim EX4400-48XP und EX4400-48MXP, mit PoE++ nach IEEE 802.3bt und bis zu 90 W je Port. Die Multigigabit-Modelle bieten Ports mit 2,5 und 10 GbE. Zwei 100-GbE-Ports dienen als Virtual-Chassis-Verbindung oder Uplink, ein Modulsteckplatz nimmt wahlweise 4 × 10 GbE SFP+, 4 × 25 GbE SFP28 oder 1 × 100 GbE QSFP28 auf. Dazu kommen redundante, im laufenden Betrieb tauschbare Netzteile und gruppenbasierte Mikrosegmentierung.

Verteilung und Rechenzentrum: EX4650

Die EX4650 ist laut Juniper für die Verteilungsebene im Campus ausgelegt und eignet sich als Top-of-Rack-Switch im Rechenzentrum. Das Modell EX4650-48Y bietet auf einer Höheneinheit 48 Ports für 1/10/25 GbE und 8 Ports für 40/100 GbE bei einer Switching-Kapazität von 4 Tbit/s. Mit Breakout-Kabeln sind bis zu 80 Ports mit 25 GbE möglich. Die Serie hat kein PoE und zwei redundante Netzteile mit je 650 W.

EX2300: von Juniper abgekündigt

Juniper hat die Serie EX2300 einschließlich aller Modellvarianten abgekündigt (TSB107683). Der letzte Bestelltermin war der 30.09.2026, der Support endet am 30.09.2031. Bestehende Installationen werden bis dahin weiter unterstützt. Einen Nachfolger nennt die öffentliche Juniper-Übersicht nicht. Für den Zugang in Zweigstelle und Campus beschreibt Juniper aktuell unter anderem die Serien EX4000 und EX4100. Gern prüfen wir mit Ihnen, welche Serie zu Ihrem Bestand passt.

Auswahlkriterien

  • Einsatzort: Zugangsebene in Zweigstelle oder Campus, Verteilungsebene oder Rechenzentrum.
  • Zugangsports: Anzahl der Endgeräte und benötigte Geschwindigkeit, 1 GbE oder Multigigabit für schnelle Access Points.
  • PoE: Summe der Leistung aller Endgeräte wie Access Points, Telefone und Kameras im Vergleich zum PoE-Budget des Switches.
  • Uplinks und Virtual Chassis: Geschwindigkeit zur Verteilungsebene und Anzahl der Switches, die als ein Gerät verwaltet werden sollen.
  • Verwaltung: Alle sechs Serien lassen sich laut Juniper über Juniper Mist Wired Assurance aus der Cloud verwalten.

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